Akt mit Schal (Re-Deco)
Beschreibung
Eva María Cuerva wurde 1976 geboren, gehört der Gilde der Fallas-Künstler von Valencia an, absolvierte ihre Ausbildung bei der Firma Lladró und verfügt über mehr als dreißig Jahre Erfahrung.
Die Skulptur „Akt mit Schal“ ist eindeutig von den Werken des Malers Julio Romero de Torres inspiriert.
JULIO ROMERO DE TORRES: Er war ein spanischer Symbolist. Geboren in eine Künstlerfamilie, die die beste spanische Tradition pflegte, wurde er am 9. November 1874 in Córdoba geboren und starb am 10. Mai 1930.
Bedeutende Werke: Die Zigeunermuse; Altarbild der Liebe; Sünde; Anmut; Das kleine Kohlemädchen.
Die Muse: María Teresa López. Als sie 14 Jahre alt war, hätte sie sich nie träumen lassen, dass sie das Gesicht des Meisterwerks des Córdobaner Malers Julio Romero de Torres werden würde, der mit der Schaffung von „La chiquita piconera“ (Das kleine Kohlenmädchen) im Jahr 1929 seinen künstlerischen Höhepunkt erreichte.
Doch María Teresa erfuhr nicht die Unterstützung der Córdobaner Gesellschaft, als sie vor 89 Jahren Schulter und Beine entblößte und sich sinnlich und suggestiv beugte, um Julio Romeros Meisterwerk zu porträtieren und so zum Symbol der Schönheit der Córdobanerinnen zu werden.
María Teresa López zierte Banknoten, Briefmarken und Werbekampagnen und ist die dunkelhaarige Frau der Copla (einer traditionellen spanischen Liedform). Der Preis, den sie zahlen musste, war ein schmerzhafter Strudel aus Gerüchten, der das Bild einer Romanze zwischen Muse und Maler zeichnete – in einer Zeit, in der die Schönheit weniger Pinselstriche mit Obszönität verwechselt wurde.
Sie stritt stets eine romantische Beziehung zu Julio Romero ab, der vierzig Jahre älter war als sie. Doch trotz ihrer Dementis prägten die Gerüchte ihr Leben, und sie zog sich immer mehr zurück, isolierte sich und verbitterte.
María Teresa López wäre gern Gitarristin, Schriftstellerin oder Sängerin geworden, doch schon in jungen Jahren stand sie Julio Romero de Torres Modell, erst mit ihrem Gesicht, später mit ihrem Körper.
Sie war weder Sängerin noch Schriftstellerin oder Gitarristin, aber für viele war sie etwas viel Größeres. Gerade in einer Zeit, in der es schwieriger war, Künstlerin zu sein, wurde sie zum Symbol dafür, dass Kunst Engstirnigkeit überwindet. Die Zeit hat ihr Recht gegeben.